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Geyer, O.F. & Krautter, M. (1998): Die Unterkreide im Grenzgebiet von Aragonien, Neukastilien und Valencia (südwestliches Keltiberikum, Spanien). - Profil 15: 163-239, 25 figs.;Stuttgart.

 

Die Unterkreide im Grenzgebiet von Aragonien, Neukastilien und Valencia (südwestliches Keltiberikum, Spanien)

 

 

Zusammenfassung: Kap. 1. - Die vorliegende Untersuchung behandelt das Gebiet der Montes Universales als einem zentralen Bereich des südwestlichen Keltiberikums sowie deren weitere Umgebung. Die Umgrenzung des Arbeitsgebietes und die Ausgangssituation werden erläutert sowie 46 Profile in schematischer Darstellung beigefügt (Abb. 4a-d).

 

Kap. 2. - Das Liegende der dortigen Unterkreide verfügt aus paläotektonischen Gründen über zwei unterschiedliche Altersstellungen. Verantwortlich hierfür ist eine wichtige, im Verlauf des Mesozoikums mehrfach aktivierte tektonische Linie ("Hesperisches Lineament"; "Montes Universales-Linie"), an der es u.a. zu einer intra-jurassischen Schollenbewegung gekommen war, die auf beiden Seiten zu unterschiedlichen Entwicklungen geführt hat: Östlich des NW-SE streichenden Lineaments endete die jurassische Sedimentation erst im Verlauf des Oberjuras (Kimmeridgium; z.T. in Purbeck-Fazies; Higueruelas- und Villar del Arzobispo-Formation), hingegen westlich der Linie schon im Späten Unterjura/Frühen Mitteljura (tiefer Abschnitt der Chelva-Formation).

 

Kap. 3. - Die unterschiedlichen Definitionen und hieraus resultierend ein unterschiedlicher Gebrauch der Termini Purbeck und Wealden kommen noch einmal zur Diskussion. Es wird für eine Beibehaltung beider Termini und deren Definition in einem magnafaziellen Sinne innerhalb des gegebenen erdhistorischen Rahmens plädiert. Auf das Auftreten von Sedimenten mit "Utrillas-Aspekt" innerhalb der Wealden-Magnafazies wird näher eingegangen (vgl. auch Kap. 4.7).

 

Kap. 4. - Die Formations-Abfolge im Arbeitsgebiet schließt an frühere Untersuchungen im südöstlichen Keltiberikum bzw. in der Serranía de Cuenca an (Mas 1981; N. Melendez1983): Collado-/Huérguina-Formation, Contreras-Formation, Malacara-Formation (= Malacara-Kalke der Caroch-Formation im valencianischen Raum), Burgal-Formation (= Burgal-Schichten der Caroch-Formation), (Buseo-Kalke, in den Montes Universales nicht entwickelt), Utrillas-Formation und Aras de Alpuente-Formation (Ober-Hauterivium?/Barremium bis Ober-Albium). Collado- und Huérguina-Formation sind als etwa isochron zu betrachten; sie verfügen über entsprechende Verzahnungen. Die Untersuchungen ergaben diesbezüglich zahlreiche Nachweise von dünnen Einschaltungen einer lakustrin-palustrinen Huérguina-Fazies in der fluvial-alluvialen Collado-Sedimentation. Das Alter der Malacara-Kalke im Arbeitsgebiet, d.h. ihre Einstufung in das Unter-Aptium ("1. Zyklus" sensu Vilas, Masse & Arias 1993) oder in das frühe Ober-Aptium ("2. Zyklus") wird aufgrund des Auftretens von Orbitolinen und Pseudotoucasia diskutiert. Die Sedimentationsräume der Huérguina- und Malacara-Formation sowie der Bicuerca-Kalke innerhalb der Aras de Alpuente-Formation kommen zur Darstellung (Abb. 12, 13 u. 19). Vor allem die Malacara-Kalke und Burgal-Schichten reichen weiter nach Norden als man in bisherigen Arbeiten festgehalten hat.

 

Kap. 5. - Die Lagerungsbeziehungen sind im Arbeitsgebiet außerordentlich vielfältig (Abb. 22; S. 46-47) und zeugen von einer tektonisch beeinflußten, zurücktretend auch von Meeresspiegel-Schwankungen tangierten Unruhe im sedimentären Geschehen: Die Zahl der nachweisbaren Überlagerungen geht noch über die vielen von N. Melendez (1983) festgehaltenen Situationen hinaus. Die in Abb. 23 dargestellten Sedimentationszyklen bzw. Ablagerungssequenzen wurden bereits von N. Melendez (1983), Carenas, Garcia, Segura & Peres del Campo (1987) sowie Garcia et al. (1989) publiziert und können bestätigt werden. Die Tiefenlinien bzw. Transgressions-Schienen der einzelnen Zeitabschnitte zeigen im Verlauf der Unterkreide zwar laterale Verlagerungen, stehen jedoch untereinander und zur Richtung des "Hesperischen Lineaments" mehr oder weniger parallel. Die erwähnte Konstanz in der Ausrichtung der unterkretazischen Sedimentations-Achsen zeigt ebenso wie die schon intra-jurassisch aktive "Montes Universales-Linie" eine enge Beziehung zur aulakogenetischen Entwicklung dieses Raumes und damit zum "Keltiberischen Aulakogen" (Abb. 24 u. 25; Alvaro, Capote & Vegas 1981).

 

Kap. 6. - In einem Anhang werden die 46 Profile alphabetisch angeführt und kurz beschrieben (vgl. auch Kap. 1, Abb. 4-d).

 

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